„Die machen eh, was sie wollen“
Warum Politik Vertrauen verspielt – und was sich ändern muss
Viele Bürger haben das Gefühl, dass ihre Stimme nichts mehr zählt, während politische Entscheidungen oft an den Menschen vorbeigehen. Bürokratie lähmt das Handwerk, Reformen bleiben aus und wirtschaftliche Hürden wachsen. In seinem Buch „Die machen eh, was sie wollen“ beschreibt Carsten Linnemann genau diese Probleme – und zeigt konkrete Lösungen auf, wie Politik wieder bürgernäher, effizienter und transparenter werden kann. Besonders für Unternehmer, Selbstständige und Handwerker liefert das Buch spannende Denkanstöße.
Politikverdrossenheit als wachsende Gefahr für unsere Demokratie
Viele Menschen in Deutschland haben das Gefühl, dass ihre Stimme nicht mehr zählt. Politiker diskutieren stundenlang über Nebensächlichkeiten, während dringende Probleme ungelöst bleiben. Bürokratie lähmt Wirtschaft und Handwerk, während immer neue Vorschriften und Gesetze den Alltag komplizierter machen. Entscheidungen, die das Leben von Millionen betreffen, werden in Hinterzimmern getroffen oder von Parteifunktionären durchgewunken, ohne dass die Bürger wirklich mitbestimmen können.
Diese Unzufriedenheit spiegelt sich in sinkenden Wahlbeteiligungen, wachsendem Populismus und einer tiefen Frustration vieler Bürger wider. Besonders für Menschen, die selbstständig sind oder Unternehmen führen, wird Politik oft als Hürde statt als Unterstützung empfunden.
Carsten Linnemann greift dieses Gefühl in seinem Buch „Die machen eh, was sie wollen: Wut, Frust, Unbehagen – Politik muss besser werden“ auf und zeigt, wo das Problem liegt – und wie es gelöst werden könnte.
Carsten Linnemann: Ein Politiker, der Probleme klar anspricht
Carsten Linnemann ist kein klassischer Berufspolitiker, der direkt aus dem Hörsaal in den Bundestag gewechselt ist. Er hat Wirtschaftswissenschaften studiert, als Volkswirt gearbeitet und weiß, wie Wirtschaft und Politik zusammenhängen. Seit 2009 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages und war von 2013 bis 2021 Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT). Heute ist er Generalsekretär der CDU Deutschlands.
Mit seinem Buch will er nicht nur die politische Frustration der Menschen beschreiben, sondern zeigt konkrete Wege auf, wie Politik besser werden kann – bürgernäher, effizienter und transparenter.
Kernthesen des Buches: Warum sich Bürger von der Politik entfremden
Linnemann beschreibt mehrere Kernprobleme, die dazu führen, dass immer mehr Menschen der Politik misstrauen:
1. Symbolpolitik statt echter Lösungen
Viele Entscheidungen in der Politik dienen eher der öffentlichen Wirkung als der Problemlösung. Ein Beispiel ist die Bürokratie im Bauwesen: Während politisch viel über Wohnraummangel gesprochen wird, verhindern überzogene Vorschriften, komplizierte Genehmigungsverfahren und ineffiziente Prozesse oft den zügigen Bau neuer Häuser.
2. Reformstau durch Angst vor Veränderung
Egal ob Rentensystem, Steuerpolitik oder Migration – es gibt seit Jahrzehnten Probleme, die bekannt sind, aber an die sich keine Regierung ernsthaft heranwagt. Warum? Weil jede tiefgreifende Reform auf Widerstand stößt. Das Ergebnis: Politik der kleinen Schritte, die oft nicht ausreicht, um echte Verbesserungen zu bringen.
3. Politik als Selbstzweck
Statt sich um pragmatische Lösungen zu kümmern, sind viele Politiker damit beschäftigt, ihre Positionen innerhalb der Partei zu sichern. Entscheidungen werden so gefällt, dass sie innerparteilich gut ankommen – nicht unbedingt, weil sie das Beste für das Land sind.
4. Bürokratie als Wachstumsbremse für Unternehmen und Handwerk
Wer in Deutschland ein Unternehmen führt, kennt das Problem: Es gibt kaum noch eine Entscheidung, die nicht durch unzählige Vorschriften, Formulare und Genehmigungsprozesse erschwert wird. Linnemann beschreibt eindrücklich, wie bürokratische Hürden die Innovationskraft von Mittelständlern und Handwerksbetrieben hemmen.
Warum dieses Buch besonders für Unternehmer, Handwerker und Selbstständige relevant ist
Während große Konzerne oft eigene Rechtsabteilungen und Lobbyisten beschäftigen, um mit der Bürokratie klarzukommen, stehen kleine und mittlere Unternehmen oft alleine da. Gerade im Handwerk und Baugewerbe sind viele Unternehmer zunehmend frustriert:
Linnemann macht klar, dass Wirtschaftspolitik dringend reformiert werden muss – mit weniger Bürokratie, klareren Regeln und einer Politik, die Unternehmen nicht als Problem, sondern als Lösung für Wohlstand sieht.
Mögliche Lösungen: Wie Politik wieder bürgernah werden kann
Carsten Linnemann bleibt nicht nur bei der Kritik, sondern schlägt konkrete Reformen vor:
Ob diese Vorschläge umsetzbar sind, bleibt offen. Doch sie geben Denkanstöße, wie sich Politik von einer „Blase in Berlin“ wieder mehr hin zu den realen Problemen der Menschen entwickeln kann.
Unser Fazit: Pflichtlektüre für politisch Interessierte
„Die machen eh, was sie wollen“ ist ein Buch für alle, die sich für Politik interessieren, aber frustriert über den aktuellen Zustand sind. Besonders für Unternehmer, Selbstständige und Handwerker sind viele der angesprochenen Themen relevant.
Linnemann beschreibt nicht nur die Probleme, sondern zeigt auch Lösungsansätze auf. Man muss nicht mit allem einverstanden sein, aber das Buch regt definitiv zum Nachdenken an.
Wer genug von leeren Wahlversprechen hat und verstehen will, warum Politik oft nicht so funktioniert, wie sie sollte, wird hier wertvolle Einblicke erhalten.
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