Grundschulen in Nuthetal: Wie geht es weiter?
Die drastisch gesunkenen Geburtenzahlen in Nuthetal stellen die Gemeinde vor eine neue Herausforderung: Der geplante Ausbau der Otto-Nagel-Grundschule in Bergholz-Rehbrücke wird überdacht. Statt eines kostspieligen Neubaus sollen nun alternative Lösungen gefunden werden. Die CDU Nuthetal setzt sich für eine langfristige und wirtschaftlich sinnvolle Bildungsplanung ein, die beide Schulstandorte berücksichtigt.
Zukunft der Grundschulstandorte – Anpassung an sinkende Geburtenzahlen
Nuthetal reagiert auf veränderte demografische Entwicklung
Die Gemeinde Nuthetal steht vor einer wichtigen Entscheidung bezüglich der Zukunft der örtlichen Grundschulen. Geplante Erweiterungen an der Otto-Nagel-Grundschule in Bergholz-Rehbrücke stehen auf dem Prüfstand, da die Geburtenzahlen in den letzten Jahren erheblich gesunken sind. Während im Jahr 2017 noch 94 Kinder in Nuthetal geboren wurden, waren es im Jahr 2024 nur noch 43. Dieser Rückgang hat die Planungen für den Schulbau grundlegend verändert.
Anpassung der Bildungsplanung statt unüberlegtem Ausbau
Ursprünglich wurde vor zwei Jahren beschlossen, die Otto-Nagel-Grundschule mit einem Anbau zu erweitern, um dem damaligen Platzmangel zu begegnen. Doch mit der drastischen Verringerung der Kinderzahlen muss nun eine alternative Lösung gefunden werden. Die Nuthetaler Gemeindeverwaltung hat deshalb eine kommunale Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die bis Ende 2025 ein nachhaltiges Konzept für die beiden Schulstandorte in Bergholz-Rehbrücke und Saarmund erarbeiten soll.
Die CDU-Fraktion Nuthetal hat vorgeschlagen, die Arbeitsgruppe breit aufzustellen, um eine zukunftsfähige Lösung zu entwickeln. Neben Vertretern der Fraktionen und Schulen soll auch ein externer Schulplaner mitwirken. Für dessen Arbeit sind 20.000 Euro eingeplant.
Vier Varianten zur Schulzukunft – Neubau nicht mehr zwingend
Die Gemeindeverwaltung hat vier Varianten für die Zukunft der Grundschule Rehbrücke entwickelt. Drei davon sehen keinen Neubau mehr vor, sondern konzentrieren sich auf eine bessere Nutzung der bestehenden Räumlichkeiten und pädagogische Anpassungen. Der Sozialausschuss wird sich am 12. Februar mit den Varianten befassen, bevor die Gemeindevertretung am 13. März eine endgültige Entscheidung trifft.
CDU fordert langfristige Planung mit Augenmaß
Die CDU Nuthetal begrüßt den strategischen Ansatz, eine langfristige und an die realen Entwicklungen angepasste Lösung zu erarbeiten. „Es geht darum, mit Sinn und Verstand zu schauen, wie wir beide Schulstandorte langfristig sichern können“, so Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke). Die CDU wird sich dafür einsetzen, dass diese langfristige Planung wirtschaftlich sinnvoll ist und gleichzeitig die Bildungsqualität in Nuthetal erhalten bleibt.
Die sinkenden Geburtenzahlen sind kein Einzelfall in Nuthetal, sondern ein bundesweiter Trend. Dies zeigt, wie wichtig eine vorausschauende Bildungsplanung ist, die nicht nur auf kurzfristige Entwicklungen reagiert, sondern auch nachhaltige Konzepte für die kommenden Jahrzehnte schafft.
Die CDU Nuthetal wird sich aktiv in den Prozess einbringen und dabei stets die Bedürfnisse der Familien und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Blick behalten. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich an der Diskussion zu beteiligen und ihre Vorschläge einzubringen.