CDU Gemeindeverband Nuthetal

Wohnungsbau in Nuthetal: Verantwortung statt Schlagworte

Warum wir beim Bebauungsplan „Am Rehgraben“ bewusst entschieden haben

Nach über acht Jahren Debatte wurde entschieden. Weitere Verzögerungen helfen niemandem.

Nuthetal braucht Wohnraum – aber mit Verantwortung und ohne den Charakter unserer Gemeinde zu zerstören.

Sachpolitik statt persönlicher Angriffe – und Verantwortung für Nuthetal

Die SPD verlässt mit ihrem Beitrag zum Bebauungsplan „Am Rehgraben“ die Ebene der sachlichen Auseinandersetzung.

Es ist legitim, politische Entscheidungen zu kritisieren. Was jedoch nicht akzeptabel ist, ist die gezielte Personalisierung – insbesondere die namentliche Hervorhebung von Daniel Hotescheck bei einer Entscheidung, die von ganzen Fraktionen getroffen wurde.

So führt man keine faire kommunalpolitische Debatte.

Hinzu kommt ein offensichtlicher Widerspruch:
Die SPD kritisiert die Entscheidung von CDU und BfN scharf – unterstützt gleichzeitig aber den Bürgermeisterkandidaten der BfN.
Beides zusammen ist nicht schlüssig.

Wir stehen zu unserer Entscheidung – und wir haben sie bewusst getroffen.

Der Bebauungsplan „Am Rehgraben“ wird seit über acht Jahren diskutiert. In dieser Zeit haben sich Anlieger organisiert, eine Bürgerinitiative gegründet und ihre Interessen deutlich gemacht.

Irgendwann muss entschieden werden – damit überhaupt gebaut werden kann.

Nuthetal braucht dringend neuen Wohnraum.

Die Behauptung, eine höhere Geschosszahl würde automatisch zu günstigeren Wohnungen führen, ist fachlich nicht haltbar.

Höhere Baukörper führen zu steigenden Anforderungen an Statik, Brandschutz und Technik – und damit zu höheren Kosten.

Mehr Wohneinheiten bedeuten außerdem mehr Stellplätze – und damit höhere Kosten in der Tiefgarage.

Gerade der Tiefgaragenbau gehört zu den teuersten Bestandteilen eines solchen Projekts.

Ebenso irreführend ist die Darstellung, es gehe konkret um „zehn Wohnungen“.

Festgelegt wurde die Geschossigkeit – nicht die Anzahl der Wohneinheiten.

Der Investor kann die Flächen völlig unterschiedlich aufteilen – von wenigen großen Wohnungen bis hin zu vielen kleinen Einheiten.

Eine höhere Geschosszahl garantiert weder mehr Wohnungen noch bezahlbaren Wohnraum.

Entscheidend ist nicht, was auf dem Papier steht – sondern was am Ende gebaut wird.

Nuthetal braucht vor allem bezahlbaren Wohnraum für Familien.

In Ihrem Text erwähnen Sie zwar Einfamilienhäuser und Doppelhäuser – bei der Berechnung der Wohneinheiten scheinen diese jedoch plötzlich keine Rolle mehr zu spielen.

Das ist schon bemerkenswert.

Denn auch dort entsteht Wohnraum – genau der Wohnraum, den Familien in Nuthetal brauchen.

Offenbar zählen nur die Wohneinheiten, die politisch ins Bild passen.

So kann man argumentieren – mit der Realität hat das wenig zu tun.

Gleichzeitig geht es um den Charakter unserer Gemeinde.

Nuthetal ist kein Standort für überdimensionierte Baukörper oder eine Verdichtung, die das Ortsbild sprengt.

Weitere Verzögerungen würden genau das verhindern, was alle wollen: neuen Wohnraum.

Das wäre ein Schlag ins Gesicht für die Menschen, die hier leben und dringend Wohnraum suchen.

Lieber ein Projekt, das umgesetzt wird, als theoretische Zahlen ohne Realisierung.

Wohnungsbau braucht Tempo, Verlässlichkeit und Augenmaß.