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    CDU Presseerklärung zum “Wandtafelstreit” in Nuthetal

    Von CDU-Nuthetal | 11.November 2008

    Zum “Wandtafelstreit” über einen Vorfall an der Schule Saarmund, der in einen Leserbrief unseres Mitgliedes Domenique Verdonck an die MAZ thematisiert wurde, nimmt der Gemeindeverband Nuthetal wie folgt Stellung:

    Das Gespräch zur Wandtafelaffäre in der Schule Saarmund fand am 5.11. im
    MGH Bergholz-Rehbrücke zwischen Frau Hamisch-Fischer und Herr Verdonck statt.
    Beide hatten eine Vertrauensperson an ihrer Seite.
    Nach Erörterung der Sachlage und der strittigen Fakten wurde folgendes
    festgestellt:
    1.. Die Erlebnisse und Erfahrungen des 13-jährigen Dominique ( dazu gehören auch
    die Schilderungen aus Kriegs- und Nachkriegszeiten seiner Großmutter ) sind emotional
    und auch mental sehr manifestiert. Nachdem er „ Russen sind doof“ an die Schultafel geschrieben hatte, und die Russischlehrerin ihm eröffnete, dass sie diesen Vorfall der
    Schuldirektorin melden müsse, stand für den logisch und in Zusammenhängen denkenden
    Jungen folgerichtig fest: Die Schuldirektoren hat die Stasi gerufen, die ja auch prompt
    erschien.
    Die dann folgenden Einschätzungen auf den Zeugnissen ab Klasse 7 gingen mit zunehmender Schärfe auf die negative Grundhaltung von D. zu politischen Themen in der
    DDR ein.
    Zitat aus der Abschlussbeurteilung der 10. Klasse ( 1987 ):
    „Dominique hat während der gesamten Schulzeit wenig Interesse an kollektiven Vorhaben
    gezeigt, er fiel durch Nörgelei auf, ohne jedoch bessere Vorschläge zu machen.
    Dominique provozierte politische Streitgespräche, wobei sich zeigt, dass er keinen
    gefestigten Klassenstandpunkt besitzt. Seine Diskussionen sind dadurch widersprüchlich.“

    Abgesehen von einem erheblichen Leistungsabfall in den letzten Schuljahren bedeutete
    dieses Zeugnis für Dominique im DDR – Regime das AUS für jegliche Studienmöglichkeiten.

    2. Frau Hamisch –Fischer erklärt
    - zu dem Vorfall“ Russen sind doof“ kein einziges Telefonat (weder mit der Stasi, Volksbildung, noch Schulamt oder irgend einer anderen DDR Behörde ) zwecks „Meldung“ geführt zu haben.
    - zum Zeitpunkt der Erstellung bzw. Ausreichung der Abschlusszeugnisse der
    10. Klasse war ich nicht mehr Schuldirektorin und demzufolge auf keinem Zeugnis
    zeichnungsberechtigt.
    - dass die von Dominique aufgeführten Nötigungs- und Erpressungsversuche zu
    NVA-Verpflichtungen bzw. SED – Eintritt nicht mit der Person Hamisch-Fischer
    im Zusammenhang stehen.
    - zu den erforderlichen Voraussetzungen für ein Studium wäre entweder der Abschluss der Erweiterten Oberschule oder eine Berufsausbildung mit Abitur notwendig gewesen.

    3. Stellungnahme CDU Ortsverband Nuthetal
    Herr Dominique Verdonck ist seit Juli 2008 durch Ummeldung Mitglied in unserem Ortsverband.
    In einer Mitgliederversammlung hat er von seinen Erlebnissen aus der Schulzeit berichtet.
    Diese Ereignisse hat er zusammengefasst per Mail im August an die Mitglieder des OV
    verschickt. Dominique Verdonck wurde einstimmig gebeten, das Thema nicht in den Wahlkampf zu ziehen.
    Durch den Artikel in der MAZ v. 1.10.08 –„ Siegerin im Dreikampf“ wurmte es dann doch
    bei D. So Kam es zu dem Leserbrief.
    Der CDU Ortsverband hat Dominique Verdonck ab diesem Zeitpunkt begleitet.
    Dominique Verdonck hat in seinem Leserbrief ein für ihn prägendes Erlebnis seiner
    Schulzeit in sachlicher Form geschildert. Dabei ging es ihm nicht darum, einzelne Personen
    zu beschädigen, sonder ein dunkles Kapitel der DDR Geschichte aufzuarbeiten,
    das heute oftmals verdrängt wird. Die kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte ist um so dringlicher, als unter solchen Vorfällen tausende junger Menschen in der DDR gelitten haben.

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